Im letzten Semester wurden unsere Überlegungen, wie wir die Ausbildung weiter verbessern können, fortgeführt. Dabei ist wieder die gute Zusammenarbeit mit den KandidatInnensprecherinnen hervorzuheben, die immer wieder konstruktive Vorschläge äußerten oder auf Mängel aufmerksam machten. So wurden die Satzungsänderungen mit ausdrücklicher Erwähnung der KandidatInnen an den entsprechenden Stellen bestätigt, die Unterrichtskommission neu formiert, die eingestellten Semestertreffen angefragt, Ideen zur Raumverteilung in der Ambulanz eingebracht, Gedanken zur Anbietung eines »Grundkurses« zum Anfang der Ausbildung diskutiert, in dem die KandidatInnen sich noch nicht für eine Ausbildungsrichtung oder spezifische Verklammerung entscheiden müssten, sondern erst einmal die verschiedenen Optionen kennenlernen könnten. Die jetzige Entscheidung der DGPT, tiefenpsychologische Psychotherapie nur mit Selbsterfahrung bei einem DGPT-Analytiker als DGPT–aufnahmefähig anzuerkennen, stellt uns – neben den unbeabsichtigten Kränkungen für die jahrelang bewährten und engagierten tiefenpsychologischen LehrtherapeutInnen – vor die Aufgabe, einen zweiten Zweig tiefenpsychologischer Ausbildung anzubieten und erhöht den Druck auf die LehranalytikerInnen. Die Zusammenarbeit mit den KollegInnen aus dem tiefenpsychologischen Fachbereich ist trotz dieser Verwerfung in der täglichen Arbeit weiterhin gut und konstruktiv, wie das Klima der SupervisorInnenkonferenz oder im gemeinsamen Ausbildungsausschuss zeigt.

Sehr herzlich möchten wir ein neues Mitglied – Eva-Maria Martin – in unserem Fachbereich begrüßen, die 2016 ihre Ausbildung bei uns abgeschlossen und jetzt ihre Mitgliedschaft im Institut beantragt hatte. Wir freuen uns sehr, dass sie sich bei uns einbringen möchte.

Wir freuen uns, dass Dana Sadowski ihr tiefenpsychologisches Kolloquium im Institut gut bestanden hat und wünschen ihr Glück für die nächsten Prüfungsanteile. Esther Hermann hat sowohl den kindertherapeutischen als auch den analytischen Teil ihrer Verklammerung gut bestanden – wir gratulieren und wünschen Glück und anhaltendes Interesse am analytischen Arbeiten.

Wir sind dabei, eine neue Supervisionsgruppe für KollegInnen, die sich für LehranalytikerInnenfunktionen interessieren, zu bilden, in der ausdrücklich Supervisionen analytischer Psychotherapien reflektiert und diskutiert werden sollen. Der Anfang hatte sich wegen zu klärender Missverständnisse zur bisherigen Nachwuchsgruppe für alle künftigen LehrtherapeutInnen/LehranalytikerInnen verschoben.

Jochen Schade und Christoph Türcke hatten am 10.05.2017 wieder einen Institutstag vorbereitet, an dem Mitglieder und KandidatInnen über klinische Erfahrung und empirische Forschung in Psychoanalyse und Psychotherapie Vorträge hielten, diskutierten, sich intensiv mit den TeilnehmerInnen austauschten. Es war eine gute Gelegenheit, sowohl von jahrzehntelangen Erfahrungen zu hören, als auch die eigene Beteiligung an Forschungen innerhalb größerer Projekte vorzustellen, die sonst im Ausbildungskontext der KandidatInnen kaum auftauchen. Den beiden Protagonisten der Veranstaltung sei noch einmal herzlich für diesen fruchtbaren Tag mit neuen Erfahrungen gedankt und um Fortsetzung dieser Veranstaltung gebeten, der wir ruhig noch mehr TeilnehmerInnen wünschen!

Ein ausgesprochen angenehmes Fachbereichstreffen mit viel gegenseitigem Austausch, der sonst im täglichen Fluss zu kurz kommt, haben wir am 15.03.2017 veranstaltet. Auch hier sind Fortsetzungen geplant.

Unsere laufenden Aktivitäten in den Freitagsvorträgen mit Gästen, den Filmvorstellungen im Passagekino und der Gruppe »Psychoanalyse und Literatur« sind weiterhin fest etabliert und lebendig.

Wir wünschen allen MitarbeiterInnen und KandidatInnen wieder ein angenehmes und interessantes neues Semester!

Dagmar Völker
Sprecherin des Fachbereichs

Liebe KandidatInnen und Mitglieder,
wir möchten Sie wieder zum neuen Semester begrüßen und wie immer kurz aus unserer Arbeit im Tiefenpsychologischen Fachbereich in den vergangenen Monaten berichten:

Im vergangenen Semester hat es einen Wechsel in den Reihen der KandidatInnensprecherInnen geben, wir begrüßen Sylvia Wenske-Tittel recht herzlich und möchten uns bei Daniela Foohs für die geleistete Arbeit und ihr Engagement danken!

Als neues Mitglied möchten wir Claudia Paris willkommen heißen, die Mitgliederversammlung hat sich für ihre Aufnahme ausgesprochen.

Der Ausbildungsausschuss hat im Frühjahr Mandy Werner, Elke Lauschke und Simon Guerra als neue SupervisorInnen in Beauftragung ernannt. Ursula Erben hat im zurückliegenden Semester die Anerkennung als Supervisorin erhalten.

Fachbereichsübergreifend wurde die Neubesetzung der Unterrichtskommission beschlossen. Aus allen Fachbereichen fungieren nun zwei VertreterInnen als Mitglieder der Kommission, die konzeptionell an der Überarbeitung der Seminarinhalte arbeitet und Anregungen der KandidatInnen (bspw. Rückmeldung aus den Blockseminaren) aufnimmt.

Der vom Fachbereich eingeladene Referent – Prof. Dr. Timo Storck aus Berlin – war bei uns Ende April zu Gast und hat über »Perspektiven der therapeutischen Beziehung in den analytisch begründeten Verfahren« gesprochen. Im Anschluss an den interessanten Vortrag gab es eine lebhafte und angeregte Diskussion.

Im Juni wurde über die Aufnahme neuer KandidatInnen entschieden, es lagen uns wieder zahlreiche interessante Bewerbungen vor. Mit der Aufnahme neuer KandidatInnen wird auch die Kapazitätsfrage des Instituts erneut aktualisiert.

Wir bemühen uns deshalb auch weiterhin, an der Lösung der prekären Situation hinsichtlich der Raumknappheit in der Ambulanz zu arbeiten – erste Ideen dazu haben wir bereits diskutiert. Andere »Wünsche« aus der Kandidatenschaft konnten bereits umgesetzt werden, so wird es bspw. dieses Semester das gewünschte »Buchhaltungsseminar« von Yvette Barthel geben.

Nun wünschen wir Ihnen allen ein anregendes und erkenntnisreiches Wintersemester 2017/2018!

Anja Kazzer – Ausbildungsausschussvorsitzende FB Tiefenpsychologie
Lars Friedel – Fachbereichssprecher FB Tiefenpsychologie

Der Fachbereich bietet Ausbildungen auf den Gebieten der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nach den Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes oder der ärztlichen Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer an.

Um eine Ausbildung können sich bewerben:

  • PsychologInnen mit Diplom- oder Masterabschluss, die eine Ausbildung zur/zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin/-psychotherapeuten mit Vertiefungsrichtung tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie anstreben,
  • Mitglieder und KandidatInnen der anderen SPP-Fachbereiche, welche die Fachkunde Kinder- und Jugendlichentherapie erwerben wollen,
  • Ärztinnen und Ärzte, die eine Psychotherapiequalifikation für Kinder- und Jugendliche beispielsweise im Rahmen ihrer Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie erwerben wollen.

Für die Aufnahme von KandidatInnen, die bereits eine Zulassung für die Ausbildung in einem anderen SPP-Fachbereich haben und zusätzlich die KJP-Ausbildung anstreben, gilt folgende Aufnahmeregelung: BewerberInnen müssen zusätzlich noch zwei Zulassungsinterviews bei SupervisorInnen des KJP-Fachbereiches durchführen. Auf Basis dieser Interviews wird dann über die Zulassung im Ausbildungsausschuss entschieden. Diese zusätzliche Anforderung soll dazu dienen, die besondere Befähigung, die die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfordert, vor Ausbildungsbeginn näher zu beschreiben und die KandidatInnen auf ihrem Weg zu beraten. Zum einen muss die Fähigkeit und Bereitschaft, sich auf die Welt des Kindes einzulassen, vorhanden sein. Zum anderen sollten die BewerberInnen sich darüber im Klaren sein, dass in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ein besonders flexibler Umgang mit Regression, gerade auch in der eigenen Gegenübertragung gefordert ist. In der Arbeit mit Adoleszenten stellt das starke Agieren und das oftmals grenzverletzende Verhalten eine besondere Herausforderung dar, die auch nicht jeder/jedem TherapeutIn, die/der die Arbeit mit Erwachsenen gewohnt ist, vertraut ist. Auf diese Fähigkeiten und Bereiche werden wir bei den Zulassungsinterviews besonders achten.

Ausbildungsbestandteile:

Hauptbestandteil der Ausbildung in KJP sind die zweigleisig angebotenen KJP-Seminare. Im Basisseminar werden abwechselnd theoretische Arbeiten und Erstinterviews der TeilnehmerInnen besprochen. Ziel des Erstinterview-Seminars ist die Einführung in die Indikation und Technik tiefenpsychologisch und psychoanalytisch orientierter Kindertherapien sowie in die Methodik der Erstinterviews. Im Technisch-kasuistischen Seminar können fortgeschrittene KandidatInnen (im Anschluss an die Zwischenprüfung) durch kontinuierliches Vorstellen ihrer Therapiefälle vor dem Hintergrund theoretischer Schriften zur Theorie, insbesondere zur Deutungskunst, ihre Erfahrungen in den Behandlungen kritisch reflektieren.

Ergänzt werden diese KJP-spezifischen Angebote selbstverständlich über die Angebote des gesamten SPP und über die Teilnahme an fachlichen Fortbildungen der beiden Kinder- und Jugendpsychiatrischen Kliniken Leipzigs.

Für die Erstinterview-, die Theorie- sowie die Technisch-kasuistischen Seminare (Abend- wie Blockseminare) ist eine verbindliche Anmeldung über das SPP erforderlich. Bitte beachten Sie dabei, dass für KJP-Seminare – im Vergleich zu den anderen SPP-Seminaren – ein eigener Anmeldemodus gilt, der auf der Institutsseite beschrieben ist. Die Seminarstruktur erfordert eine regelmäßige Teilnahme und die Lektüre der vereinbarten Literatur. Im Falle von Abwesenheit ist die rechtzeitige Abmeldung bei der Geschäftsstelle notwendig; bei kurzfristigen Abmeldungen bitte auch die ReferentInnen informieren. Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen in den Theorie-Seminaren und hoffen, dass durch ihre regelmäßige Teilnahme eine Ausbildungsgruppe zusammenwächst, die insbesondere für die Bearbeitung ihrer Ausbildungsfälle einen sicheren und vertrauten Rahmen zur Verfügung stellt.

Für die Ausbildungsfälle steht die KJP-Ausbildungsambulanz und der KJP-Behandlungsraum zur Verfügung. Information zur KJP-Ambulanz wird Ihnen nach Bestehen der Zwischenprüfung von der Geschäftsstelle zugeschickt.

Aufbauend auf einer KJP-Basisausbildung wird in Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Ausbildungsinstituten die Möglichkeit eröffnet, eine Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse nach den Standards der DPV/IPV durchzuführen.

Wir freuen uns über die erfolgreich bestandene KJP-Abschlussprüfung von Esther Herrman – und gratulieren recht herzlich! Unsere interne kleine Geburtstagsfeier zum 10-jährigen Bestehen des Fachbereichs KJP wurde dankbar angenommen und es entstand darüber die Idee, so ein kleines, sommerliches Zusammentreffen – jenseits von Theorie und Praxis – einmal im Jahr zu gestalten. Ideen dazu sind sehr willkommen! Über unsere KandidatInnensprecherin, Jessica Rehm, können Sie wie gewohnt Anregungen oder Rückmeldungen in den Fachbereich einbringen; mit individuellen Anliegen zur Ausbildung, Fragen oder Sorgen wenden Sie sich bitte an Ihren jeweiligen Mentor oder Ihre Mentorin.

In diesem Semester begrüßen wir als Gastdozent Dr. phil. Udo Hock aus Berlin. Wir freuen uns auf seine Einführung in das psychoanalytische Werk von Jean Laplanche.

Mit guten Wünschen für ein erfolgreiches Semester,

Simone Berrouschot, Axel Holicki, Maria Johne, Kai von Klitzing (Sprecher des Fachbereiches), Franziska Schlensog-Schuster (Redaktion), Kerstin Schwarz (Vorsitzende des Ausbildungsausschusses), Edelhard Thoms, Annegret Wenn

Wir trauern um unseren geschätzten Kollegen und Mitglied unseres Fachbereiches und Schatzmeister der DPV, der plötzlich nach kurzer schwerer Krankheit am 24. Mai 2017 verstorben ist. Eine außergewöhnliche Trauerfeier, die gut seine Lebensart wiedergegeben hat, fand am 15. Juni 2017 auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden statt.

Auf der Frühjahrstagung der DPV in Ulm wurde Maria Johne zur Vorsitzenden der DPV gewählt. Wir gratulieren ihr dazu ganz herzlich und wünschen ihr für das nicht ganz einfache Amt die nötige Gestaltungskraft, Standfestigkeit und Weitsicht, damit sie die Herausforderungen unserer Fachgesellschaft gut meistern wird. Wir hoffen darauf, dass sie etwas von unserem Leipziger analytischen Geist mit einbringen kann. Das heißt Bewährtes bewahren und verteidigen, aber sich Neuem nicht verschließen, sondern öffnen. Analytisches Denken ist ohne Freiheit nicht möglich. Dogmatik ist genauso entwicklungshemmend wie ausufernde Beliebigkeit.

Weiterhin ist aus Ulm zu berichten, dass unser Kollege Axel Holicki zum Lehr- und Kontrollanalytiker berufen wurde. Sie sehen ihn auf dem Foto zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus München und Leipzig bei einer kleinen Feierlichkeit anlässlich seiner Ernennung. Nochmals von dieser Stelle aus, ganz herzlichen Glückwunsch. Des Weiteren sei erwähnt, dass sich Oliver Krauß und Anja Schmitt im Ausschuss »Öffentlichkeit und interdisziplinärer Dialog« für neue Entwicklung in der elektronischen Vernetzung der Institute engagieren.

Leider musste das geplante Treffen am 23./24. Juni 2017 zwischen den Gießener und Leipziger Kolleginnen und Kollegen auf einen noch zu bestimmenden Termin verschoben werden.

Im Moment werden auf internationaler Ebene die gültigen Ausbildungsmodelle der IPA wieder einmal intensiv und heiß diskutiert. Dabei gibt es Vorschläge, das bestehende Eitingon-Modell dahingehend zu ändern, die bisher geforderte Mindestfrequenz von 4 bis 5 Sitzungen/Woche sowohl für die Lehr- als auch für die Ausbildungsanalysen auf 3 bis 5 Sitzungen/Woche zu ändern, wobei die einzelnen Fachgesellschaften weiterhin den ihnen eigenen, mit diesem Vorschlag kompatiblen Ausbildungsrichtlinien folgen können. Begründet wird dieser Schritt, der für das Selbstverständnis der DPV tiefgreifende Veränderungen bedeuten würde, mit wirtschaftlichen Bedingungen einzelner Länder, sodass AusbildungskandidatInnen keine entsprechenden PatientInnen mehr bekommen würden. Der jetzige Vorschlag wird vor allem durch die IPA-Gesellschaften Italien, Spanien und Brasilien getragen. Stefano Bolognini, der noch amtierende Vorsitzende der IPA, schrieb und zielt »… auf die ehrliche und wahrheitsgetreue Anerkennung dessen ab, was bereits praktiziert wird, um heimlich und verborgene Übernahmen (…) zu unterbinden.« Einige europäische Gesellschaften, neben der Unsrigen auch die Englische, kritisieren vor allem die nicht ausreichende Diskussionszeit darüber, denn schon im Sommer 2017 in Buenos Aires auf dem kommenden Weltkongress soll darüber abgestimmt werden. Der Vorstand der DPV hat angeregt, in den einzelnen Instituten darüber zu diskutieren. Wir haben dies auf unserer letzten Fachbereichssitzung am 31. Mai 2017 ausführlich getan. Grundsätzlich halten wir die Erfahrungen mit hochfrequenten analytischen Prozessen für wichtig, favorisieren aber eine flexibilisierende Haltung gegenüber der Frequenzfrage (z. B. Analysen mit wechselnder Stundenfrequenz, fraktionierte Analysen, statt langer kontinuierlicher Dauer, ohne aber in Beliebigkeit zu verfallen). Diskutiert wird auch die Problematik der kassenfinanzierten Analysen und deren subtilen ambivalenten Haltung dazu.

Mit Freude haben wir auf dieser Sitzung auch dem Antrag auf affiliierte Mitgliedschaft in der DPV von Heide Appelsmeyer zugestimmt, den wir gerne unterstützen werden. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit in unserer Gruppe. Weiterhin besteht ein freundschaftlicher und fachlicher Austausch mit dem Berliner Institut. Die Supervisionsgruppe mit Bernd Nissen hat sich inzwischen fest etabliert und trifft sich wenigstens zweimal im Jahr. Hinweisen möchte ich noch auf die Herbsttagung in Bad Homburg vom 22. bis 25. November, die unter dem Thema »Veränderung im psychoanalytischen Prozess – Entwicklung und Grenzen« stehen wird. Wir dürfen gespannt sein.

Für diejenigen, welche den Fachbereich noch nicht kennen, folgen einige allgemeine Informationen. Der Fachbereich »Hochfrequente Psychoanalyse« des SPP ist zugleich eine seit 2008 anerkannte Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) mit allen Rechten und Pflichten dieser analytischen Fachgesellschaft. Die DPV (www.dpv-psa.de) wurde 1950 als Vereinigung mit dem Ziel gegründet, wieder Anschluss an die internationale Psychoanalyse zu finden, nachdem die Nationalsozialisten die deutsche Psychoanalyse teils vereinnahmt, teils zerschlagen hatten. Heute gehören ihr fast 1100 Mitglieder an. Außerdem befinden sich etwa 300 TeilnehmerInnen in der Ausbildung zur/zum ErwachsenenanalytikerIn. Somit ist die DPV mittlerweile eine der größten nationalen Gesellschaften innerhalb der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Zweimal jährlich finden große Tagungen mit führenden nationalen und internationalen VertreterInnen unseres Faches statt.

Der Fachbereich organisiert den Ausbildungsgang »PsychoanalytikerIn nach den Richtlinien der DPV/IPA« und betreut die DPV-KandidatInnen, die in Technisch-kasuistischen Seminaren des Fachbereiches ihre vierstündigen Fälle vorstellen können. In speziellen, regelmäßig stattfindenden Seminaren werden theoretische und praktische Probleme der hochfrequenten Psychoanalyse diskutiert.

Für KandidatInnen der DPV-Ausbildung ist es möglich, über unsere Stiftung finanzielle Unterstützung zu beantragen.

Zur Zeit befinden sich 5 AusbildungsteilnehmerInnen und KandidatInnen in der regulären DPV-Ausbildung. Zu Fragen der Ausbildung, die zum Erwerb der Mitgliedschaft in der DPV führt, geben die Mitglieder des örtlichen Ausbildungsausschusses Interessenten gern Auskunft.

Die doch recht kleine Gruppe engagiert sich intensiv in der DPV. So ist Maria Johne die Vorsitzende der Gesellschaft und bis zu seinem Tod war Jörg Weidenhammer der Schatzmeister.

Geleitet wird die Arbeitsgemeinschaft von Arndt Ludwig. Den Vorsitz des örtlichen Ausbildungsausschusses hat Brigitte Trimper inne. Ihr Stellvertreter ist Jochen Schade. Brigitte Trimper und Arndt Ludwig sind durch ihre Funktionen gleichzeitig Mitglieder im Gesamtvorstand der DPV. Oliver Krauß ist am Projekt Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie beteiligt. Kai von Klitzing ist der Vertreter des Fachbereiches in der Hochschul- und Forschungskommission. Dagmar Völker vertritt unsere Interessen in der Fortbildungskommission. Margitta Wonneberger arbeitet, neben ihrer Funktion im Vorstand der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer, auch in der Kommission Gesundheits- und Berufspolitik der DPV mit. Außerdem vertritt Kai von Klitzing die Interessen des Institutes im IPT.

Arndt Ludwig vertritt die Auffassungen des Institutes im Arbeitskreis »Tiefenpsychologische Psychotherapie in der DGPT«, der sich mehrmals im Jahr trifft.

Allen sage ich wiederum Dank für die gute Zusammenarbeit und das große Engagement. Auch für das kommende Semester wünsche ich mir weiterhin ein engagiertes, konstruktives und gelingendes Miteinander.

Arndt Ludwig
Sprecher des Fachbereiches

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir heißen Sie ganz herzlich im neuen Semester in der Erwachsenenambulanz willkommen und wünschen all denjenigen, die mit ihren Behandlungsfällen beginnen, viel Erfolg und einen guten Start bei ihren Behandlungsfällen.

Für alle, die schon länger dabei sind, stand das vergangene Sommersemester ganz im Zeichen der Umsetzung der neuen Psychotherapierichtlinien. Nach meiner Einschätzung ist uns dies gemeinsam bisher gut gelungen. Sicherlich gab es am Anfang einige Irritationen, was z.??B. die Forderungen nach dem Abfassen der Berichte an die/den GutachterIn anbelangte. Mittlerweile ist aber auch dafür bei den meisten von Ihnen Verständnis gewachsen, mit dem Antrag auch zeitgleich einen Bericht anzufertigen.Momentan arbeiten wir weiter an der Gestaltung und Verbesserung der Abläufe in der Ambulanz. Da die Verhandlungen mit den Krankenkassen hinsichtlich der Honorierung der Leistungen für die Institute noch nicht abgeschlossen sind und voraussichtlich auch für die nächsten beiden Quartale weiterhin die bisherigen Abrechnungskonditionen gelten, während jedoch schon die neuen Leistungen wie Psychotherapeutische Sprechstunden und KZT 1 bzw. 2 zu erbringen sind, müssen noch einige offene Fragen geklärt werden. Im Moment besteht im Umgang mit den Krankenkassen für uns eher eine Situation, die man als »trial and error« bezeichnen könnte. Wir bitten daher sehr um ihr Verständnis, wenn Sie auch zu Ihrer Abrechnung noch Hinweise bzw. Korrekturanforderungen von uns bekommen. Aber ich bin mir sicher, dass wir auch für diese Probleme zeitnahe Lösungen finden.

Was mich ganz besonders freut ist, dass wir in den meisten Fällen bei komplizierten Behandlungssituationen oder -fällen eine gute Kommunikation auf »kurzem Weg« zueinander gefunden haben, um die Probleme, die im Verlauf von Behandlungen logischerweise nicht ausbleiben, zu lösen. Dabei möchte ich mich an dieser Stelle auch ganz herzlich bei meinen Mitstreiterinnen in der Ambulanz bedanken. Anja Kazzer und Josephine Reinshagen stehen ihnen auch im nächsten Semester als kompetente Ansprechpartnerinnen mit zu Verfügung. Anne Gerhardt möchte sich nach mittlerweile acht Jahren aus der Ambulanzarbeit verabschieden und dem »Ambulanznachwuchs« einen Platz einräumen. Vielen Dank für Dein stetes Engagement, liebe Anne! Über die Mitarbeit einer neuen Kollegin werden wir Sie zeitnah informieren.

Bei allem Positiven möchte ich aber auch Kritisches loswerden. Da sich das »leidige Raumproblem« zu einem Dauerbrenner entwickelt hat und all unsere Appelle an Ihre Fairness, die Belegungsanalysen, unsere selbstkritischen Bemühungen bei der Verkürzung von PatientInnenzuweisungen an Sie und die enge Zusammenarbeit mit den KandidatInnensprecherInnen keine deutliche Verbesserung der Lage bewirkt haben, müssen wir an dieser Stelle kapitulieren. Wahrscheinlich ist es notwendig, für die Raumfrage ganz neue Wege zu finden. Der Vorstand prüft gegenwärtig ein alternatives Mietmodell für unsere Ambulanzräume. Ich hoffe, dass wir dadurch die Behandlungsvoraussetzungen weiter verbessern können.

Mit besten Wünschen für Ihren Ausbildungserfolg!

Kerstin Lange
Leiterin der Erwachsenenambulanz

Vermittlung der Ausbildungsfälle
Psychoanalyse Schade, Jochen, Dr. med.
Lange, Kerstin, Dr. rer. nat. Dipl.-Psych.
Kazzer, Anja, Dipl.-Psych.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie Lange, Kerstin, Dr. rer. nat.
Kazzer, Anja, Dipl.-Psych.
Reinshagen, Josephine, Dipl.-Psych.

Sprechzeit für KandidatInnen in Leipzig

Telefonisch donnerstags von 11:30 – 12:30 Uhr (+49 177 – 26 94 510) und nach persönlicher Vereinbarung im Institut oder per E-Mail unter kerstin.a.lange@gmx.de.

Informationen

Alle organisatorischen Belange, die die Ambulanz betreffen, werden in der Geschäftsstelle von Angrit Kamprad (angrit.kamprad@spp-leipzig.de) bearbeitet.

Einmal im Semester findet ein Einführungsseminar in der Ambulanz für diejenigen statt, die nach der Zwischenprüfung mit der PatientInnenbehandlung beginnen. Anders als im Blockseminar, wo es um inhaltliche und organisatorische Abläufe in der Probatorik und Praktischen Ausbildung geht, stehen hier das gegenseitige Kennenlernen und Fragen zur PatientInnenvermittlung im Mittelpunkt. Die Teilnahme ist für die Übernahme von Behandlungen obligatorisch.

Im internen Bereich der Homepage wurde eine Anfragefunktion nach PatientInnen installiert. Der Bedarf an Ausbildungstherapien kann dort unter Angabe von vorrangigen Behandlungszeiten und dem Behandlungsort sowie der aktuellen Erreichbarkeit der Kandidatin bzw. des Kandidaten laufend vermerkt bzw. geändert werden. Bitte nutzen Sie vorrangig diese Möglichkeit und denken Sie bitte auch daran, nach Übernahme von PatientInnen, Ihre Kapazitäten anzupassen.

Im letzten Semester ging es, was die Patientenvermittlung angeht, recht ruhig zu. Die meisten von Ihnen, die behandeln, sind mit Patienten versorgt. Dagegen ging es in einigen Behandlungen sehr turbulent zu, was zu der sehr sinnvollen Idee (vielen Dank für den Vorschlag) geführt hat, einen Schrank für die Therapiekisten anzuschaffen. Diese Idee wurde nun umgesetzt und kann hoffentlich Ihre kleinen Patienten unterstützen, Grenzen im Außen zu wahren und die inneren Grenzen zu unterstützen.

Für diejenigen, die neu in der KJP-Ambulanz sind, hier ein paar grundlegende Informationen: Die KJ-Ambulanzabläufe orientieren sich weitgehend an der Struktur der Erwachsenen-Ambulanz. Daher ist es notwendig, weiterhin die Mitteilungen von Frau Lange zu berücksichtigen. Frau Kamprad übernimmt die organisatorischen Belange der KJP-Ambulanz inklusive der Anmeldung. Die aktualisierte »Information für Kandidaten in der praktischen Ausbildung« wird Ihnen von der Geschäftsstelle zugesandt und enthält wichtige Ambulanzinformationen. Neueinsteiger, die in Kürze mit Ihren Ausbildungsfällen beginnen wollen, wird zusätzlich dringend empfohlen, an dem Ambulanzeinführungsseminar teilzunehmen.

Von Ambulanzseite sind wir sehr bemüht, eine zeitnahe Weitervermittlung von für Ihren Bedarf passenden Patienten zu ermöglichen. Sollte es dennoch zu langen Wartezeiten kommen, wenden Sie sich mit Ihrem »Patientenbedarf« – oder mit Ihren Fragen, Anregungen und Rückmeldungen über die Arbeitsabläufe in der Ambulanz – bitte persönlich an die KJP-Ambulanzleitung.

Sprechzeit für KJP-KandidatInnen:

  • Telefonisch: montags von 13.00 bis 14 Uhr unter 0341 - 224 85 64 und nach persönlicher Vereinbarung
  • per E-Mail: kerstinschwarz@gmx.net).

Wir wünschen allen erfolgreiche und erkenntnisreiche Behandlungen,

Kerstin Schwarz und Edelhard Thoms